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Die
Fähre zu Tangermünde
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| Eine Fährverbindung existiert wahrscheinlich
seit Bestehen der Stadt. Im Jahre 1373 wird das erste Mal eine Fähre
erwähnt. 1912 wird die Dampffähre durch eine Gierfähre ersetzt.
Im Schutz der Burg bildet sie bis zum Bau der Elbbrücke den einzigen
Elbübergang bei Tangermünde. Der letzte bekannte Fährmeister
war Ernst Raue, ein Mann mit großem Pflichtgefühl und ebenso
hoher Zuverlässigkeit. Er brachte alle, die sich ihm anvertrauten,
sicher über den Strom. Ihm wird nachgesagt, dass er ein Mann ohne viele
Worte war, wodurch er auf Fremde unfreundlich wirkte. Doch hinter seiner
rauen Schale saß ein hilfsbereites Herz. |
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| Die letzte Tangermünder Fähre
war eine Gierfähre. Das Fährfahrzeug war über ein langes
Seil mitten im Strom verankert und erhielt seinen Vortrieb nur durch Schrägstellen
des schwimmenden Gefährts zur Strömung. 1933 wurde die Fährverbindung
eingestellt. |
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Das Bild mit der
heubeladenen Fähre stammt von einer Postkarte mit dem Titel
"Heimfahrt nach Tangermünde". |
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Das 10. Magdeburger Husaren -Regiment
setzt über die Elbe:
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Dieses Bild zeigt den Besuch Kaiser Wilhelm
II. (Deutscher Kaiser und König von Preußen) am 29.11.1900. Von
ihm stammt auch das "Denkmal Kaiser Karl IV." auf der
Burg als Geschenk an die Stadt Tangermünde.
((Leihgabe
aus Privatbesitz von Jürgen Briest)
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Übrigens:
Die erste Gierseilfähre auf der Elbe sowie in Mitteldeutschland überhaupt
erlebte ihre Premiere am 3. Mai 1862 zwischen Dessau und Roßlau
beim Elbhaus. Genannt wurde sie die erste anhaltinische Gierponte. 10
dieser Gierfähren sind noch immer auf der Elbe in Betrieb, 5 davon
in Sachsen-Anhalt und 5 in Sachsen.
Das Prinzip: Die Gierfähre (von
"gieren" im Sinne von Drehbewegung um die Hochachse des Schiffes)
hängt an einem langen Drahtseil, welches sich ca 30 Meter vor der
Fähre aufteilt. Ein Seilende ist am Bug und eines am Heck der Fähre
befestigt. Je nach Länge der Enden verändert sich der Anstellwinkel
der Fähre zum Strom. (Das Einstellen der Winkel erfolgte über
Seilwinden von Hand, geschieht heute allerdings über Motorkraft.)
Der Druck des Wassers drängt die Fähre an das entsprechende
Ufer.Voraussetzung ist allerdings eine genügende Fließgeschwindigkeit
von mindestens 2 km/h. Das Drahtseilende wird im Fluss verankert und ist
für die Schifffahrt mit Bojen markiert.
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| Diese damals neuartige Fährplattform
brauchte ab 1862 nur noch 1 bis 2 Minuten für eine Elbüberquerung
statt der bisher 30 bis 40 Minuten. Außerdem kam diese Fähre
im Gegensatz zu den stakenden Fährleuten, von denen bei Hochwasser
bis zu 15 Mann notwendig waren, immer exakt an der gleichen Stelle
an. |
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